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Die STIFTUNG MICHAEL bietet Ihnen auf dieser Seite aktuelle Hinweise und Berichte um die Themen Epilepsie, Epileptologie und Neurologie.

 

05.10.2016

Grußwort der Stiftung Michael

TAG DER EPILEPSIE

Oktober 2016 in Berlin

Sehr verehrte Gäste,
sehr geehrte Vertreter der Epilepsie-Community, von Verbänden, Vereinigungen, von SHG-Gruppen
Liebe Mitglieder des Organisationskomitees dieser Veranstaltung

Als Vorstand der Stiftung Michael ist es mir persönlich eine große Freude, den Tag der Epilepsie wieder einmal mit Ihnen zusammen begehen zu können, und ich freue mich ganz besonders darüber, dass ich Ihnen die herzlichen Grüße und die Glückwünsche des Stiftungsrats der Stiftung Michael für diese Veranstaltung und vor allem für dieses 20-jährige Jubiläum des Tags der Epilepsie überbringen darf.

Wir alle, Stiftungsrat und ich persönlich, begrüßen mit Freude, mit Anerkennung und Dankbarkeit, dass sich die Einrichtung des jährlichen Tags der Epilepsie nun schon 20 Jahre erhalten und fest etabliert hat – ein Zeichen dafür, dass die damalige Entscheidung für einen Tag der Epilep eine gute Sache war und ist. Zur Zeit der Gründung der Stiftung Michael vor jetzt mehr als 50 Jahren wäre es noch undenkbar gewesen daran zu glauben, dass es ein solches Jubiläum jemals geben könnte.

Dieser Jubiläums-Tag der Epilepsie ist ein deutliches Zeichen - nach innen für jeden Einzelnen, für die Verbände, Vereinigungen und Gruppen selbst, und nach außen für die Öffentlichkeit - wie wichtig dieses Thema Epilepsie in allen Lebensbereichen ist. Und ich denke, dass das Motto für diesen Tag: „Epilepsie braucht Offenheit“ deshalb auch besonders treffend und von besonderer Bedeutung ist.

Der Begriff „Offenheit“ hat dabei für mich zwei wesentliche Dimensionen oder Zielrichtungen:

--- die eine als Anspruch, als Forderung nach außen, an die Öffentlichkeit, die Politik, an die Gesellschaft insgesamt, an alle Bereiche des menschlichen Zusammenlebens in Familie, am Arbeitsplatz, in Vereinen und Gesellschaften, an die Menschen, mit denen wir im täglichen Leben zu tun haben und von denen Offenheit, Verständnis und Unterstützung erwartet wird – auf die dann aber auch mit Offenheit, sich öffnend, oder sogar offensiv zugegangen werden muss. „Information“ ist hier das Schlüsselwort, das für einen Erfolg unabdingbar ist. Und auch wenn wir davon ausgehen, dass sich das „Epilepsie-Klima“ in Deutschland gegenüber der Zeit von vor 20 – 30 Jahren deutlich verbessert habe, so wissen wir doch alle aus unserer persönlichen Erfahrung, dass da noch ein weiter und steiniger Weg vor uns liegt.

--- die andere Dimension verstehe ich als Forderung von Offenheit nach innen, gerichtet an uns selbst, an die Verbände, Vereinigungen und Gruppen und an jeden einzelnen, der mit dem Thema zu tun hat: Offenheit als Schlüsselwort, als „Offensive“ für Zusammenarbeit, für gegenseitiges Ver-ständnis trotz vielleicht mancher unterschiedlicher Akzente, für Toleranz und Kreativität, für die Einsicht in die Notwendigkeit, dass nur gemeinsames Agieren den Fortschritt und die Erfolge bringen kann, die wir uns alle erhoffen.

Die Stiftung Michael kann, wie ich glaube, bei beiden Dimensionen der Offenheit einen nicht ganz unerheblichen Beitrag leisten und hat in den vergangenen Jahrzehnten auch schon einiges dafür getan; wir sind ja nicht nur im Bereich der Epilepsie-Forschung mit dem Michael Preis, mit unseren Fortbildungs- und Stipendienprogrammen aktiv sondern:

--- zum Beispiel auch sehr intensiv im Bereich der so wichtigen Information und Aufklärung zum Thema Epilepsie: die Liste der Informations-Broschüren und Informations-Schriften der Stiftung Michael zu vielen wichtigen Themen ist lang – Sie können sich am Tisch der Stiftung Michael selbst ein Bild davon machen und sich mit Informationsmaterial bedienen oder sich in die Anforderungsliste eintragen - und ich möchte vor allem im Hinblick auf das Motto der heutigen
Veranstaltung – Offenheit - noch einmal ganz besonders auf unsere Broschüre mit dem Titel „Epilepsie Ansprechen“ hinweisen.

--- oder zum Schlüsselwort „Offensive“ für Zusammenarbeit nach innen und nach außen:
In den letzten beiden Jahren hat die Stiftung Michael einen wichtigen Vorstoß gemacht, um das Thema Epileptologie und die Wahrnehmung dessen, was auf diesem Gebiet in Deutschland in der Medizin und der Zivilgesellschaft getan und gelebt wird, nach innen – in Deutschland - und nach außen – im internationalen Bereich - deutlicher zu machen. Eine erste sog. Zukunftswerkstatt Epileptologie in Deutschland mit Fachleuten aus allen wesentlichen Bereichen der Epileptologie hat auf Einladung der Stiftung Michael im Januar 2014 in Bonn stattgefunden. Im Januar 2016 – als eines der Ergebnisse des ersten Treffens 2014 - trafen sich auf Einladung der Stiftung Michael Vertreterinnen und Vertreter unterschiedlicher Gruppen, Organisationen, Verbände und einige Einzelpersönlichkeiten, von denen die Interessen der von Epilepsie Betroffenen wahrge-nommen werden. Die erste Runde dieser Initiative galt der Diskussion der Frage, ob sich gemein-same Ziele, Aufgaben und Strukturen identifizieren lassen, ob sich Ressourcen, Ziele und Interessen bündeln lassen, um die gemeinsamen Interessen im Innern und möglicherweise auch nach außen besser und effektiver wahrnehmen zu können.

Eine zweite Gesprächs-Runde fand bereits im Juni 2016 wiederum in Bonn statt und führte zu deutlichen Fortschritten beim gegenseitigen Verständnis und der Bereitschaft, in vielen gemeinsam bestehenden Fragen weiter zusammen zu arbeiten; eine dritte Runde der Zukunftswerkstatt ist für Januar des kommenden Jahres fest vereinbart; sie ist ein Zeichen dafür, dass das Terrain für gegen-seitiges Verständnis und Zusammenarbeit und für Offenheit im Umgang miteinander weiter gewachsen ist.

Die Stiftung Michael ist also ganz im Sinn des Mottos für den heutigen Tag der Epilepsie Partner bei der Arbeit für Offenheit in ihren beiden Dimensionen, der Dimension nach außen mit ihrer Notwendigkeit der Information, und der Dimension der Offenheit, der „Offensive“, nach innen.
Im Namen der Stiftung Michael kann ich Ihnen versichern, dass Sie auch in Zukunft in der Stiftung Michael dafür einen verlässlichen Partner haben werden.

Noch einmal herzlichen Glückwunsch zum 20-jährigen Jubiläum und alles Gute für den heutigen Tag der Epilepsie und für unsere weitere gute Zusammenarbeit in den kommenden Jahren.

Heinz Bühler

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Tag der Epilepsie 2016